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11.12.2020 - Medienmitteilungen Erstes Bauprojekt für ehemaliges Areal der Papierfabrik in Utzenstorf

Schönbühl - Die Bauherrschaft Digitec Galaxus AG plant ein neues Betriebsgebäude auf dem ehemaligen Areal der Papierfabrik in Utzenstorf, welches der Genossenschaft Migros Aare gehört. Zusätzlich ist ein weiteres Gebäude von der Post in Planung, welches den Versand der Pakete übernehmen soll. Das Vorhaben von Digitec Galaxus schafft in der Region rund 450 Arbeitsplätze.

Am 16.November 2020 hat die Migros Aare das ordentliche Baugesuch für das neue Betriebsgebäude von Digitec Galaxus eingereicht. Auf dem ersten der vier Bausektoren entsteht nebst dem Standort Wohlen das zweite Distributions- & Service-Center für die Online-Tochter der Migros.

Der stetig wachsende Online-Handel, der in diesem Jahr durch die Corona-bedingte Situation nochmals überdurchschnittlich zugenommen hat, bringt den bestehenden Standort in Wohlen früher als erwartet an seine Kapazitätsgrenze. Folglich steigt der Bedarf nach einem neuen, grösseren Zweitstandort bereits ab 2023. Mit dem neuen Distributions- & Service-Center Utzenstorf werden in der Region bis zu 450 neue Arbeitsplätze geschaffen sowie diverse Aufträge für das lokale Gewerbe generiert.

Gleichzeitige Eröffnung

Das Baugesuch umfasst ein zentrales Betriebsgebäude, in welchem die Artikel via Wareneingang in eines der vier vollautomatisierten Lager befördert werden. Nach dem Bestelleingang werden die Kundenaufträge kommissioniert, verpackt und direkt dem geplanten Paketsortierzentrum der Post übergeben.

Die Einreichung des Baugesuchs für den geplanten Neubau des Paketzentrums der Post ist auf Frühling 2021 geplant. Wegen der unterschiedlichen Baudimensionen und der Erstellungsdauer ist es geplant, beide Gebäude 2023 gleichzeitig in Betrieb zu nehmen. Begleitend zum Baugesuch zeigt der vorliegende Umweltverträglichkeitsbericht (UVB) die Auswirkungen der Gesamtanlage auf die Umwelt auf.  

Energie und Umwelt

Gebäudetechnisch wird mit dem Digitec-Galaxus-Neubau eine hochmoderne Anlage errichtet, deren Förder- und Lagertechnik über ein automatisches Robotik-System gesteuert und effizient betrieben wird. Für den Betrieb werden vor allem erneuerbare Energieressourcen wie Sonnenenergie, Grundwasser und Abwärme genutzt. Die Photovoltaik-Anlage auf dem rund vier Hektaren grossen Dach wird mit ungefähr 18'000 Modulen zu den grössten des Kantons Bern zählen. Das gesamte Areal wird ausserdem vollumfänglich von Altlasten befreit und das angrenzende ehemalige ARA-Gebiet zur Emme hin aufgeforstet.

Die Verkehrsemissionen werden über verschiedene Begleitmassnahmen wie lärmarme Beläge, Temporeduktionen und Schallschutzelemente sowohl auf dem Areal selbst, als auch auf dem öffentlichen Strassennetz abgefedert. Ein Mobilitätskonzept unterstützt die Reduktion des Mehrverkehrs beziehungsweise die Verlagerung des motorisierten Verkehrs auf den ÖV und den Langsamverkehr.